Pferderassen und ihre Unterschiede

Mittlerweile gibt es weltweit mehr als 200 verschiedene Pferderassen, die teilweise unterschiedlicher nicht sein könnten.

Entstanden sind sie vor allem vor dem Hintergrund, dass nach der Zähmung des Wildpferdes, Pferde zu verschiedenen Zwecken gebraucht wurden.

Die Zwecke waren recht unterschiedlich:

  • Kutschpferd
  • Lasttier
  • Reitpferd

Abhängig vom Nutzen wurden die unterschiedlichen Pferdetypen gezielt selektiert und gezüchtet. Entstanden sind die unterschiedlichen Rassen.

Pferderassen können üblicherweise durch ihre Größe, ihr Exterieur, ihr Interieur und oft durch ihre Farbe voneinander unterschieden werden. Bedingt durch diese Unterschiede fällt die entsprechende Eignung für eine bestimmte Sparte des Reitsports aus.

Pferderassen können sich ähneln, beispielsweise Sportpferde die im deutschen Raum gezüchtet werden, wie Hannoveraner, Holsteiner oder Oldenburger.

Die Unterschiede sind bei diesen Rassen kaum sichtbar und die Pferde nur durch den Brand einer bestimmten Rasse zuzuordnen. Eine Tatsache, die vor allem dem Umstand geschuldet ist, dass die Zuchthengste nicht nur für ein bestimmtes Zuchtgebiet wie Niedersachsen oder Hessen zugelassen sind, sondern in mehreren Zuchtgebieten zum Einsatz kommen dürfen.

Üblicherweise werden Pferderassen einer Region oder einem Land zugeordnet. Nicht selten stammen wie in Deutschland mehrere Pferderassen aus einem Land, deren Zuchtgebiet auf ein Bundesland beschränkt ist. Es gibt Länder, in denen wird lediglich eine Pferde- bzw. Ponyrasse gezüchtet, Island wäre ein Beispiel für diese Praktik.

Die verschiedenen Pferdetypen

Im Groben können Pferde in drei verschiedene Typen aufgeteilt werden:

  • Großpferde
  • Kleinpferde
  • Ponys

Diese Einteilung orientiert sich primär am Stockmaß der Pferde. Pferde, die einen Stockmaß bis maximal 148 cm haben, fallen in die Kategorie Kleinpferde und Ponys.

Pferde, die diese Grenze überschreiten, werden als Großpferde bezeichnet.

Eine andere Möglichkeit Pferde in bestimmte Typen zu unterteilen, wäre die Unterteilung:

  • Pony
  • Vollblut
  • Kaltblut
  • Warmblut

Warmblüter dominieren im Dressur-, Spring- und Vielseitigkeitsreiten das Geschehen. Der moderne Sportpferde-Typ ist in diesen Disziplinen typischerweise anzutreffen: mittelgroß bis groß und sportlich gebaut. Ihr Temperament ist als außerordentlich arbeitswillig zu charakterisieren. Sie sollen im Typ zwischen Voll- und Kaltblut stehen und wurden durch die Einkreuzung spanischer und arabischer Pferde veredelt.

Das Vollblut ist hinsichtlich des Körperbaus drahtiger und vor allem athletischer als ein Warmblut. Sie wurden hauptsächlich für den Galopprennsport gezüchtet und werden gerne beim Distanzreiten eingesetzt. Bekannte Vertreter des Vollbluts sind Englische Vollblüter, Araber und Traber. Vollbütern wird häufig nachgesagt, sie seien hitziger und temperamentvoller im Vergleich mit anderen Rassen.

Eine Einschätzung, die zutreffen mag, allerdings in Relation zu sehen ist. Im Vergleich zu einem Warmblut, in dessen Abstammung sich viele Vollblutpferde wiederfinden, können die Grenzen hinsichtlich des Charakters, Temperaments und Exterieurs, leicht verschwimmen.

Ein optischer Kontrast zum Warm- und Vollblut stellt das Kaltblut dar. Kaltblüter sind sehr kräftig gebaut und zeichnen sich vor allem durch ihre Ruhe und Gelassenheit aus. Es gibt eine Reihe von Anhängern, durch ihre Behäbigkeit sind sie als Reitpferd nur bedingt gefragt. Ihr Einsatzgebiet war in der Vergangenheit die Arbeit als Zugpferd, entsprechend lag der Fokus der Zucht in der Verbesserung der körperlichen Eigenschaften, die diesem Anspruch am besten gerecht werden konnten. Zur Verbesserung der Zugkraft war eine kräftige Hinterhand und ein starker Hals wichtig, der Rücken scheint im Vergleich zum restlichen Körper eher kurz und schwach.

Die bekanntesten Pferderassen

Zu den bekanntesten Pferderassen im mitteleuropäischen Raum gehören die verschiedenen deutschen Warmblutrassen wie der Hannoveraner, Westfale, Trakehner und Holsteiner.

Beliebt sind gleichermaßen im Bereich der Kleinpferde Isländer, Haflinger, Fjordpferde und Deutsche Reitponys.

Zu den Pferderassen, die überwiegend in bestimmten Disziplinen und Reitweisen geritten werden, gehören das Quarter Horse aus Amerika und der Andalusier aus Spanien. Durch ihre Optik heben sich Irisch Tinker, Shetland-Ponys und Friesen aus den Niederlanden hervor. Ebenfalls beliebt sind der Araber, das Englische Vollblut und der Achal Tekkiner

Bekannte Kaltblut-Rassen sind neben dem Shire Horse der Schwarzwälder Fuchs, der bei uns beheimatete Noriker und der französische Percheron.

Viele Pferde und Ponys können keiner bestimmten Pferderasse zugeordnet werden. Es gibt zahlreiche Mischungen. Zum Beispiel ist der Anglo-Araber, mittlerweile eine eigenständige Rasse, eine Kreuzung aus Araber und Englisches Vollblut. Kreuzungen verschiedener Rassen sind unproblematisch. Es werden oft tolle Mischungen erzielt, die robust sind die guten Eigenschaften der Elterntiere vereinen.

Pferderassen und ihre unterschiedlichen Ansprüche

Der Mensch ist wesentlich daran beteiligt, dass es mittlerweile weltweit über 200 Pferderassen gibt. Doch Pferde und Ponys passten sich bereits vor der gezielten Zucht durch den Menschen den unterschiedlichen regionalen Gegebenheiten an.

Ponys, die aus widrigen Gegenden stammen, wie beispielsweise Island und Schottland, mussten lange Zeit mit wenig Futter, kalten Wintern und unwegsamen Bodenverhältnissen zurechtkommen. Sie verfügen über ein isolierendes, dichtes Fell, brauchen wenig Futter, um zu überleben und haben kräftige Gliedmaßen. Nicht zu vergessen ist, dass Ponys über einen längeren Zeitraum auf sich alleine gestellt waren. Ihnen wird nicht ohne Grund ein Dickkopf und eigenwilliger Charakter nachgesagt.

Im absoluten Kontrast zu den robusten Ponys steht der Araber, der in der Wüste beheimatet ist und den Beduinen, nomadischen Wüstenbewohnern, als Reittier dient, und problemlos mit hohen Temperaturen und großer Luftfeuchtigkeit auskommt. Er benötigt nur wenig Futter, ist äußerst trittsicher, zäh, temperamentvoll, menschenbezogen und äußerst leistungsbereit. Bei der Wahl der richtigen Pferderasse und der Haltung sollte auf diese Bedürfnisse Rücksicht genommen werden. Ponys beispielsweise bekommt unbegrenzter Weidegang nicht. Ein Vollblut hat mit dieser Fütterung weniger Probleme.

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